Zucker als Droge: Süßes Leben – warum Zucker gefährlich werden kann.

11. April 2017 ab 20 Uhr im MDR 1 Radio Sachsen: Wissenschaftler und Diabetesforscher im MDR-Talk.

Morgens eine Schale Müsli, ein Smoothie fürs gute Gewissen und abends eine köstliche Portion Nudeln. Selbst scheinbar gesunde Ernährung enthält mehr Zucker als wir denken. Der durchschnittliche Deutsche verbraucht jedes Jahr über 30 Kilogramm Zucker – Tendenz steigend. Dabei entwickelt der Grundbaustein unserer Ernährung gefährliches Potenzial. Übermäßiger Zucker-Konsum kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern und zu Diabetes führen. Allein die immer wachsende Anzahl von Diabetes-Erkrankungen gilt als einer der großen medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Welche Spuren also hinterlässt das „süße Leben“ in uns?

Es gibt Wissenschaftler, die Zucker ein ähnliches Suchtpotenzial zuschreiben, wie Alkohol oder Nikotin. Warum hat Süßes einen so großen Reiz für uns? Ist der Stoffwechsel auf Zucker angewiesen? Immerhin gilt er als wichtiger Energielieferant – auch für geistige Arbeit. Kann, darf und soll der Körper überhaupt auf ihn verzichten?

Neben medizinischen und psychologischen Fragen, stehen Verbraucher auch vor der Qual der Wahl. Welche Lebensmittel enthalten keinen oder wenig Zucker? In welchen Produktionen liegt versteckter Zucker und warum sind Süßigkeiten und Fastfood oft nur unzureichend gekennzeichnet?

Zucker bedient wie andere Stoffe auch, das Belohnungssystem des Menschen? Wie funktioniert das genau? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Stress und Ernährungsverhalten? Kann sich durch diese Mechanismen eine Abhängigkeit entwickeln?

Über Zucker in allen Lebenslagen, sein Krankheitsrisiko und Suchtpotenzial sprechen im MDR 1 Radio Sachsen folgende Wissenschaftler:

Prof. Dr. Andreas Birkenfeld
Direktor des Studienzentrums Metabolisch-Vaskuläre Medizin und Professor für Metabolische- und Gefäßmedizin am Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Peter Schwarz
Leiter des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung Paul-Langerhans-Institut Dresden sowie der Abteilung Prävention am Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Wieland Kiess
Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig und Vorstandsmitglied des Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten.