Transferprojekt des Monats: Wissenschaftler der Papiertechnischen Stiftung Heidenau machen neue Einblicke in chemische Papierstruktur möglich

Im Rahmen einer Promotionsarbeit hat die Papiertechnische Stiftung Heidenau (PTS) in Kooperation mit der Professur für Bioanalytische Chemie der TU Dresden Raman-Chemical-Imaging-Mess- und Auswerteverfahren für die Papieranalyse entwickelt.

Die Raman-Mikroskopie ermöglicht die Analyse der chemischen Struktur von Papier in einer Ortsauflösung von bis zu 500 nm. Mit der von der PTS entwickelten Auswertesoftware wird die Verteilung der Papierinhaltsstoffe über die Papierfläche und im Papierquerschnitt in farbkodierten chemischen Bildern visualisiert und quantitativ ausgewertet.

Das neue Messverfahren wird bereits von der PTS für die Bearbeitung vieler wissenschaftlicher und anwendungsrelevanter Fragestellungen für die Papierindustrie eingesetzt. Beispiele dafür sind die Analyse von Beschichtungen, Untersuchungen zur Korrelation der Verteilungen von Leimungs- und Imprägniermitteln in z-Richtung mit Festigkeitseigenschaften oder die Verteilung von chemischen Modifizierungen auf einzelnen Cellulosefasern. Das Raman-Chemical-Imaging wird auch zur Analyse von historischen Dokumenten und Kunstwerken auf Papier eingesetzt. Die spektroskopischen Befunde können Kunstwissenschaftlern und Kriminalisten helfen, die Identität, Herkunft und letztendlich die Echtheit von Dokumenten und Kunstwerken festzustellen.

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Ausgabe „Sprungbrett Informationstechnik“ des Dresdner Transferbriefes. Seit nunmehr 25 Jahren werden hier regelmäßig aktuelle Transferschwerpunkte der im Großraum Dresden angesiedelten forschenden Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen veröffentlicht. Ziel der Publikation ist es immer wieder aufs Neue, die herausragenden Forschungsergebnisse in der Anwendung oder auf dem Weg zur Anwendung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Transfer von Innovationen in den Markt birgt nach wie vor hohe Potenziale.

Mit der Veröffentlichung innovativer Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung im Dresdner Transferbrief wollen die Herausgeber (TU Dresden, TechnologieZentrumDresden GmbH, GWT-TUD GmbH und IHK Dresden) einen Beitrag für eine erfolgreiche Verwertung leisten.

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